Ferragosto: wie Italien den 15. August feiert
- 5. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Wer im August schon einmal in Italien war, kennt das Bild: geschlossene Läden, leere Städte, volle Strände. Der Grund heisst Ferragosto und fällt auf den 15. August. Es ist der Tag, an dem das Land kollektiv beschliesst, nicht zu arbeiten.

Woher Ferragosto kommt
Der Name geht auf die Feriae Augusti zurück, die Ruhetage des Kaisers Augustus. Sie wurden im Jahr 18 vor Christus eingeführt und sollten nach der Erntezeit eine Phase der Erholung ermöglichen. Ursprünglich lag dieser Zeitraum am Anfang des Monats und dauerte länger als einen Tag.
Später verband sich das Datum mit dem kirchlichen Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August, das bis heute in Italien ein gesetzlicher Feiertag ist. So wurde aus einer römischen Erntepause ein christlicher Feiertag und schliesslich der Höhepunkt des italienischen Sommers.
Wie Italien heute feiert
Ferragosto ist kein Fest mit Ritual, sondern eines mit Prinzip: raus aus der Stadt, ans Wasser oder in die Berge, und essen. Meistens in grosser Runde. Klassisch sind lange Tafeln, viel Gemüse, kalte Vorspeisen, Grilliertes, Wassermelone, und am Ende ein Digestivo, weil ohnehin niemand mehr Pläne hat.
Vielerorts wird Ferragosto gemeinsam als Gastro-Marathon zelebriert: Man beginnt am späten Vormittag und hört auf, wenn es dunkel wird. Wichtig ist dabei nicht das einzelne Gericht, sondern dass alle am selben Tisch sitzen.
Ferragosto in Zürich
In der Schweiz ist der 15. August kein allgemeiner Feiertag, und die Stadt läuft weiter wie immer. Das Gefühl lässt sich trotzdem herstellen. Es braucht dafür nur wenig: einen Tisch, an dem mehr Leute sitzen als geplant, Gerichte, die in der Mitte stehen und geteilt werden, und die stillschweigende Übereinkunft, dass niemand auf die Uhr schaut.
Genau so funktionieren italienische Sommerabende. Man bestellt Antipasti für alle, dann Pizza und Pasta zum Teilen, dann noch etwas, weil das Gespräch gerade gut läuft. Wer schon einmal so gegessen hat, weiss, dass das anders ist als ein Menü in fester Reihenfolge.
Eine lange Tafel im Kreis 5
Im Anemoia sitzen im Sommer regelmässig Gruppen, die genau das machen. Wenn ihr mit mehreren Personen kommt, stellen wir gerne ein Menü zum Teilen zusammen: Antipasti zum Start, eine Auswahl an Pizza und Pasta in der Mitte, ein gemeinsames Dolce am Ende. Vegetarische, vegane und glutenfreie Wünsche berücksichtigen wir dabei problemlos, wenn ihr sie vorher ankündigt.
Ferragosto ist am Ende keine Frage des Datums, sondern der Haltung: einen Nachmittag oder Abend lang so tun, als hätte man alle Zeit der Welt. Das funktioniert an der Fabrikstrasse genauso wie an der Amalfiküste, nur mit weniger Sand.
Feiere mit uns
Anemoia, Fabrikstrasse 23, 8005 Zürich. Reserviere deine Tafel über anemoia.ch oder ruf uns an unter +41 43 321 31 56. Buon Ferragosto!



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