top of page

Limoncello, Grappa und Espresso: so endet ein italienischer Abend

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ein italienischer Abend hat einen erstaunlich festen Ablauf. Er beginnt mit dem Aperitivo und endet mit einem kleinen Glas, das niemand wirklich bestellt hat und trotzdem alle trinken. Dazwischen liegt das Essen. Was am Schluss ins Glas kommt, folgt dabei einer Logik, die älter ist als jede Cocktailkarte.

Eiskalter Limoncello mit zwei Gläsern und Espresso als Digestivo am Ende eines italienischen Abends

Erst Espresso, dann alles andere

Die Reihenfolge ist in Italien nicht verhandelbar: zuerst das Dolce, dann der Espresso, dann der Digestivo. Kein Cappuccino nach dem Essen, denn Milch gilt nach einer vollen Mahlzeit als schwer. Der Espresso soll klären, nicht sättigen.

Und wenn nach dem Espresso noch ein Schnaps folgt, hat auch das einen Namen: Ammazzacaffè, wörtlich der Kaffeetöter. Gemeint ist das Glas, das den Kaffeegeschmack ablöst und den Abend endgültig abschliesst. Es ist eine der charmantesten Rechtfertigungen der italienischen Esskultur.

Limoncello: kalt, süss und aus Zitronenschalen

Limoncello stammt von der Amalfiküste und der Halbinsel Sorrent, wo Zitronen mit dicker, aromatischer Schale wachsen. Genau darum geht es: Verwendet wird nicht der Saft, sondern die Schale. Sie zieht in Alkohol, wird danach mit Zuckersirup verdünnt und ruht. Der Saft würde nur Säure und Trübung bringen.

Serviert wird Limoncello eiskalt, in kleinen, ebenfalls gekühlten Gläsern. Lauwarm schmeckt er nur noch süss. Die Kälte ist kein Detail, sondern Teil des Rezepts.

Grappa, Amaro und die bitteren Verwandten

Neben Limoncello stehen in Italien vor allem zwei Kategorien am Ende des Abends. Grappa ist ein Tresterbrand, hergestellt aus dem, was nach dem Pressen der Trauben übrig bleibt. Auch das war ursprünglich Resteverwertung, heute gibt es Grappa in sehr unterschiedlichen Qualitäten, von rau bis erstaunlich fein.

Der Amaro dagegen ist ein Kräuterbitter, meist auf Basis von Kräutern, Wurzeln und Zitrusschalen. Fast jede Region hat ihren eigenen. Wer es weniger süss mag als Limoncello, landet meistens hier.

Der Abschluss im Anemoia

Bei uns endet der Abend nach demselben Muster: ein Dolce, ein Espresso und danach das, worauf du Lust hast. Frag unser Team einfach nach dem passenden Digestivo, wir empfehlen dir gerne etwas, das zu dem passt, was du gegessen hast.

Und falls du danach länger sitzen bleibst als geplant: Das ist kein Nebeneffekt, sondern genau der Sinn dieses letzten Glases.

Lass den Abend ausklingen

Anemoia, Fabrikstrasse 23, 8005 Zürich. Reserviere deinen Tisch über anemoia.ch und nimm dir Zeit bis zum letzten Glas.


Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.
bottom of page